Förderverein für Psychomotorische Ganzheitstherapie e. V. (PSYGA)
Förderverein für Psychomotorische Ganzheitstherapie e. V. (PSYGA)

Galileo - Vibrationstraining

Praktische Erfahrungen mit dem Galileo-Vibrationstraining

In meiner Praxis erstelle ich im Rahmen der Psychomotorischen Ganzheitstherapie Therapieprogramme für entwicklungsauffällige und behinderte Kinder. Die eigentliche Therapie wird darauf aufbauend von den Eltern mit ihrem Kind zuhause durchgeführt. Die Kontrolltermine in der Praxis, um entsprechend der erreichten Fortschritte den Therapieplan anzupassen, finden im Abstand von 4-6 Monaten statt.

Aufgrund dieser grundlegenden Strukturen der Psychomotorischen Ganzheitstherapie können die jeweiligen Übungen mit dem Kind regelmäßig, häufig und intensiv durchgeführt werden.

Etliche medizinisch-therapeutische Hilfsmittel werden in die Psychomotorische Ganzheitstherapie integriert. An dieser Stelle möchte ich über den Galileo-Vibrationstrainer berichten.

Man muss sich bei diesem Therapiegerät eine Platte vorstellen, die rechts und links abwechselnd angehoben und gesenkt wird. Wird beispielsweise eine Trainingsfrequenz von 25 Hertz gewählt, erfolgen pro Sekunde jeweils 25 Kontraktionen und Entspannungen der Beuge- und Streckmuskulatur und dies wegen der Geschwindigkeit eher reflektorisch. Man kann die Frequenz stufenlos einstellen, so z.B. eine niedrige Frequenz zur Lockerung der Muskulatur und eine hohe Frequenz zur Muskelkräftigung wählen. Der entscheidende Unterschied vom Galileo-Training zu anderen Vibration-Trainingsgeräten, ist die Tatsache, dass beim Galileo die Vibration seitenalternierend verläuft und nicht nur vertikal.

Das Galileo-Vibrationstraining wird schwerpunktmäßig bei meinen Patienten zum Muskelaufbau eingesetzt, sei es der Beinmuskeln, der Rumpfmuskulatur oder auch der Armmuskeln.

 

Auch Patienten, die nicht nach bestimmten Vorgaben spezielle Übungen bzw. Bewegungsabläufe auf dem Galileo durchführen könne, profitieren von diesem Vibrationstraining.

Links das Training im Stehen, rechts im Sitzen, wobei man jeweils sehr gut erspüren kann, welche Muskulatur gerade trainiert wird.

 

Stützt sich der Trainierende mit den Armen bzw. Händen auf dem Gerät ab, werden die Arm-, Schulter- und Nackenmuskeln trainiert und gekräftigt, auch eine Trainingsvariante, die von meinen Patienten sehr oft eingesetzt wird. Entweder kann sich der Patient bereits alleine in dieser Stützposition halten oder er wird über einen sogenannten Krabbelwagen gelegt oder in anderer Art unter dem Oberkörper gestützt.

 

Als Alternative hierzu kann man z.B. bei einer spastischen armbetonten Hemiparese ein sogenanntes Hand-Galileo einsetzen. Denn nun kann speziell die betroffene Seite aktiv trainiert werden. Die Erwachsenen-Version dieses Gerätes gibt es bereits im Handel, auf die Kinderversion wird noch (sehnsüchtig) gewartet. 

 

Betonen möchte ich jedoch, dass trotz der Effektivität des Galileo-Trainings dieses Training nicht isoliert betrachtet werden darf, sondern immer in ein ganzheitlich orientiertes Therapieprogramm integriert werden sollte, wie es z.B. die Psychomotorische Ganzheitstherapie darstellt.

 

 

Dr. med. Christel Kannegießer-Leitner

 

Weiterführende Literatur:

- Kannegießer-Leitner, C.: Psychomotorische Ganzheitstherapie – ein Therapiekonzept für zu Hause – bei Cerebralparese oder Mehrfachbehinderung

 

Link:

www.galileo-training.com

Kontakt:

Förderverein für Psychomotorische Ganzheitstherapie e.V. (PSYGA)

Sibyllenstr. 3

76437 Rastatt

 

Telefon: 07222 21176                 

Telefax: 07222 68706

E-Mail: foerderverein-psyga@web.de

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