Förderverein für Psychomotorische Ganzheitstherapie e. V. (PSYGA)
Förderverein für Psychomotorische Ganzheitstherapie e. V. (PSYGA)

Buch- und Filmtipps

Hier finden Sie ein paar interessante Buch- und Filmtipps.

Weitere Empfehlungen senden wir Ihnen gerne auf Anfrage per E-Mail oder auf dem Postweg zu.

Samuel Koch - Zwei Leben

Samuel Koch sitzt im Rollstuhl. Er ist vom Hals abwärts gelähmt. Er kann noch nicht mal allein essen. Aber er kann denken und fühlen. Und er kann hoffen. Hier erzählt er von seinem Leben vor dem Sprung: wie er zu Wetten dass ..? kommt. Davon, wie der Unfall geschieht. Das ist der Augenblick, in dem sein zweites Leben beginnt: Schock, Verzweiflung, Schmerz und Wut. Doch er trifft die Entscheidung, nicht aufzugeben. Und an dem Glauben festzuhalten, der ihn trägt. Das radikal ehrliche Zeugnis eines jungen Mannes, der nichts mehr zu verlieren hat und nur noch gewinnen kann. Eine Geschichte, die uns lehrt, die Kostbarkeit des Lebens neu zu schätzen.

Nick Vujicic - Mein Leben ohne Limits: Wenn kein Wunder passiert, sei selbst eins!

Nick, 28: 'Ohne Arme und Beine ist nicht halb so schlimm wie ohne Hoffnung!' Als Junge will Nick Vujicic sich das Leben nehmen - heute reist er um die Welt, versprüht Lebensmut und liefert neue Perspektiven für Probleme des Alltags. Sein Lachen erobert Herzen, seine Geschichte bewegt Jung und Alt. Mit der Kraft der Hoffnung und einer extra Portion Humor erzählt er aus seinem Leben ohne Grenzen. 

Felix Bernhard - Dem eigenen Leben auf der Spur: Als Pilger auf dem Jakobsweg

Wandern ist in. Erst recht seit Manuel Andrack und seinen Buch gewordenen Liebesschwüren an deutsche Mittelgebirgsrouten. Noch größerer Beliebtheit als Rennsteig und Co. erfreuen sich in den vergangenen Jahren jedoch Pilgerwanderungen auf dem Jakobsweg. Erst recht seit Hape Kerkelings Dauerrenner Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg. Doch schon vorher sind in immer kürzeren Abständen Dutzende von Büchern zu diesem Thema erschienen. Egal ob allein, in der Gruppe, mit dem Rad oder auf dem Esel unterwegs, spirituell veranlasst oder sportlich angetrieben: Die Buchpalette ist groß und war dennoch nicht vollständig. Jetzt also greift Felix Bernhard zur Feder und beschreibt seine persönlichen Erfahrungen auf der bekanntesten Pilgerroute Europas. Das Besondere: Der junge Banker bewältigt die südliche, rund 1200 Kilometer lange Variante von Sevilla nach Santiago de Compostela mit dem Rollstuhl; eine wahrhaft beachtliche Leistung, die der 32-jährige vollbringt, noch dazu, da er noch zwei weitere 700 und 550 Kilometer lange Touren vorab meisterte. Und mit ihnen steile Pässe, weite Ebenen in sengender Hitze und schlammige Pfade im strömenden Regen, einsame Momente und verzweifelte Situationen, wenn er mal wieder mit einem Platten oder nervigen Barrieren in Form unüberwindbarer Passagen konfrontiert wurde. Um Barrieren geht es ohnehin viel in diesem autobiografischen Buch -- auch um familiendynamische und soziale, die eine mobile Beeinträchtigung mit sich bringt. Diesbezüglich gewährt Bernhard dem Leser tiefe Einblicke in die -- auf anderer Ebene schwierige -- Zeit vor sowie nach dem schicksalhaften Motorradunfall, den er mit 20 Jahren erlebte. Und er berichtet davon, dass "es noch mal mehrere Jahre dauert, bis auch der Kopf im Rollstuhl sitzt". Doch zugleich versprüht er einen beeindruckenden Optimismus und eine vorbildhafte Willenskraft. Kurz: ein mutmachendes Buch, besonders für Menschen, die mit großen Widrigkeiten im Leben kämpfen müssen und/oder mit religiösen Gedanken etwas anfangen können. -- Christian Haas --

Über den Autor: Felix Bernhard, geboren 1973, lebt in Frankfurt am Main und arbeitet dort bei einer großen deutschen Bank. Zuvor hatte er mehr als drei Jahre in den USA verbracht und dort sein Studium der Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen. 1993 erlitt der Autor einen schweren Motorradunfall und ist seither querschnittgelähmt. Bei intensiven Pilgerreisen findet er einen sportlichen Ausgleich zu langen Arbeitstagen und Muße zur tiefen Reflexion. 2.250 Kilometer hat er mit dem Rollstuhl auf dem Jakobsweg inzwischen zurückgelegt: 700 Kilometer auf dem Camino Frances, 550 auf dem Chemin de Saint Jacques und schließlich 1.200 Kilometer alleine auf der Via de la Plata in Spanien im September 2005.

 

www.felixbernhard.de

Markus Hänni - Eigentlich müsste ich längst tot sein

Markus Hänni hat Mukoviszidose eine genetisch bedingte Stoffwechselkrankheit. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 30 Jahren. Jetzt ist er 29. Markus Hänni müsste eigentlich längst tot sein. Er könnte jederzeit ersticken. Wie lebt man ein Leben im Angesicht des Todes? Markus Hänni kennt die Antwort. Seit seiner Kindheit haben ihm die Ärzte sein nahes Ende vor Augen gemalt. Bis er es nicht mehr aushielt und sich das Leben nehmen wollte. Doch wie durch ein Wunder scheiterte der Selbstmordversuch. Das änderte seine Sicht des Lebens grundlegend. Seither begreift er jeden Tag als Geschenk. Sein Buch macht Mut. Und die Lebensweisheit, die er im Angesicht des Todes entfaltet, hat große Tiefe.

 

Über den Autor: Markus Hänni ist 1980 in Bern, Schweiz geboren. Im Alter von zwei Jahren wurde bei ihm die unheilbare Erbkrankheit Mukoviszidose diagnostiziert. Heute lebt er in einer glücklichen Beziehung, hat beruflich Fuß gefasst, schreibt Theaterstücke und Musicals und tritt auf verschiedenen Bühnen auf.

Dann zwei Film-Tipps:

Daniel Day Lewis - Mein linker Fuss

Mein linker Fuß (Original: My Left Foot) spielt im Unterschichten-Irland der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts. Regie führte Jim Sheridan (Im Namen des Vaters, The Boxer, Brothers), Daniel Day-Lewis spielt die Hauptrolle. Es ist die Geschichte des schwer behinderten Christy Brown (1932−1981), der trotz schlimmen familiären Bedingungen und unter extremsten Anstrengungen seinen Weg findet, sich auszudrücken, malen und schreiben lernt und schließlich mit seinem linken Fuß einen autobiografischen Roman verfasst (1954). Die irisch-britische Verfilmung aus dem Jahr 1989 beruht auf dem gleichnamigen Roman dieses wirklich gelebten Helden. Christy wird als zehntes von dreizehn überlebenden Kindern einer irischen Großfamilie geboren. Es ist die irische Unterschicht, von der hier erzählt wird: Alkohol und Schläge sind an der Tagesordnung. Aufgrund eines Geburtsfehlers ist der Junge fast vollständig gelähmt. Er lernt nur langsam, hat ständig mit Minderwertigkeitsgefühlen zu kämpfen und seine Umwelt macht es ihm noch zusätzlich schwer. Doch mit der Zeit gelingt es ihm, seine scheinbar unbeherrschbaren Körperabläufe zu koordinieren und seine Sprechfähigkeit zu trainieren. Und er erfährt Unterstützung. Vor allem seine Mutter glaubt ganz fest daran, dass in ihm ein fühlender und denkender Mensch steckt. Ihre Hoffnung wird bestätigt, als es dem Jungen gelingt, nach einem Stück Kreide zu greifen. Mit dem linken Fuß. Mit Hilfe von zahlreichen Therapien, maßgeblich aber aufgrund seines starken Willens, gelingt es ihm, immer größere Fortschritte zu machen. Der Film erzählt die Entwicklung des Spastikers, dessen Erfolge in Realität eine lange Zeit brauchten, genrebedingt im Schnellverfahren. Deswegen jedoch nicht weniger eindringlich. Der Zuschauer wird 103 Minuten lang in den Bann dieser außergewöhnlichen Lebensgeschichte gezogen. Die ersten gekritzelten Linien an der Tafel führen irgendwann zu dem Wort „Mother“, zu deutsch Mutter. Ein wirklich großer Kinomoment. Daniel Day-Lewis (Gandhi, Zimmer mit Aussicht, There will be Blood) spielt die Rolle des Christy mit großer Sensibilität und Leidenschaft. Der Film endet an dem Punkt, an dem Brown ein erfolgreicher Schriftsteller geworden ist und die Krankenschwester Mary Carr kennen lernt. Im Alter von 40 Jahren heiratet er sie (1972). Der echte Brown war danach weiterhin als Autor tätig, bis er neun Jahre später an einem schweren Erstickungsanfall starb (1981). Auf dem deutschen Buchmarkt erschien neben der Autobiographie Mein linker Fuß zeitweise der ebenfalls autobiografische Roman Ein Fass voll Leben. Browns weitere Bücher wurden nicht ins Deutsche übersetzt. Christy Brown schrieb und malte ausschließlich mit Hilfe seines linken Fußes. Seine Hände konnte er Zeit seines Lebens nicht gebrauchen. Die Krankheit, welche in dem Film thematisiert wird, ist Athetose. Der Fachbegriff steht für unwillkürliche, sich langsam abspielende, ausfahrende Bewegungen von Händen oder Füßen, die meist mit einer Überdehnung der Gelenke einhergehen. Oftmals finden die täglichen Bewegungsabläufe nicht fließend, sondern schlagartig ab. Plötzliche, rasche und unregelmäßige Bewegungen des Gesichts, der Extremitäten und des ganzen Körpers treten sowohl in Ruhe als auch willkürlich auf. Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen: Den Los Angeles Film Critics Association Awards 1989 (Auszeichnung für Daniel Day-Lewis als Bester Darsteller, Auszeichnung für Brenda Fricker als Beste Nebendarstellerin). den Academy-Awards 1990 (Oscar-Auszeichnung für Daniel Day-Lewis als Bester Darsteller, Auszeichnung für Brenda Fricker als Beste Nebendarstellerin. Nominierung für Regisseur Jim Sheridan als Bester Regisseur) und den BAFTA-Awards 1990 (Auszeichnung für Daniel Day-Lewis als Bester Darsteller, Auszeichnung für Ray McAnally als Bester Nebendarsteller).

Ziemlich beste Freunde

• Darsteller: Francois Cluzet, Omar Sy, Audrey Fleurot, Anne Le Ny
• Regisseur(e): Olivier Nakache, Eric Toledano
• Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1) 


Freigegeben ab 6 Jahre! Philippe führt das perfekte Leben. Er ist reich, adlig, gebildet und hat eine Heerschar von Hausangestellten - aber ohne Hilfe geht nichts! Philippe ist vom Hals an abwärts gelähmt. Eines Tages taucht Driss, ein junger Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, in Philippes geordnetem Leben auf. Driss will eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung und auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Aber passen Mozart und Earth, Wind & Fire, Poesie und derbe Sprüche, feiner Zwirn und Kapuzenshirts wirklich zusammen? Und warum benutzt Philippe eigentlich nie den großartigen Maserati, der abgedeckt auf dem Innenhof steht? Es ist der Beginn einer verrückten und wunderbaren Freundschaft, die Philippe und Driss für immer verändern wird.

Kontakt:

Förderverein für Psychomotorische Ganzheitstherapie e.V. (PSYGA)

Sibyllenstr. 3

76437 Rastatt

 

Telefon: 07222 21176                 

Telefax: 07222 68706

E-Mail: foerderverein-psyga@web.de

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Förderverein für Psychomotorische Ganzheitstherapie e.V. (PSYGA)